"Al-Kaida gibt es gar nicht"

 

. . . . . ist Mythos in einer vernetzten Welt, die immer mehr Blogger herausfordert, um ihm Unsterblichkeit zu verleihen. Von mannigfaltigen Interessen besetzt, verschiedenartigen Zielsetzungen dienlich und von allen möglichen Gruppierungen angetrieben, wird die virtuelle Al-Quaida zum Spielball politischer Zielsetzungen. In der Wirklichkeit gibt es sie überhaupt nicht. Trotzdem versuchen Kräfte aus Religion, Politik, Ideologien und Ismen, sich ihrer  dienstbar zu machen, um sie für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

   

Am 11. September 2001 ist sie mysteriös aus den Trümmern des WTC aufgestiegen. Seitdem grassiert sie weltweit wie Chamäleons, um sich anpassungsfähig in unterschiedlicher Vielfalt dienstbar machen zu lassen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass erst jetzt, 7 Jahre nach 9/11, diesen der Al-Quaida zugeordneten Leuten unter ebenfalls mysteriösen Umständen der Prozess gemacht wird. Die Verdächtigen werden ab heute, obwohl sie doch schon längst, auch von Yassin Musharbash, vorverurteilt worden sind, vor ein zweifelhaftes Gericht gestellt. Um ihnen endgültig den Prozess machen zu können, benötigte man allerdings Jahre der Folter in Guantanamo ohne Rechtsbeistand und gerichtlichen Beschluss, anscheinend nur um sie zu einem Geständnis zu zwingen Das genügt trotzdem nicht als Voraussetzung zu einer Verurteilung. Sie werden sogar noch in ihrem Gefängnis vor ein Militärtribunal gestellt, das sie zum Tode verurteilen wird. Für die Öffentlichkeit sind dabei nur handverlesene Journalisten zugelassen.„Die neue Al-Quaida" von Musharbash Yassin vermag vor diesem Hintergrund nur als eine weitere Mythologisierung eines Produktes der virtuellen Welt erscheinen. Al-Quaida ist Mythos in einer vernetzten Welt mit deren Hilfe sich neokonservative Kräfte des Terrorismus bedienen, um ihre globalen Interessen geopolitisch durchsetzen zu können. Ihre Drahtzieher kommen aus allen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schichten, um sich als Blogger hervorzutun, oder sonst wie in ihrem eigenen Interesse weltweit mitmischen zu können. Zu denen gehört auch Murshabash Yassin, der sich am Rande des virtuellen Treibens mit einem zweifelhaften Beitrag ein Zubrot verdient.                

 Helmut Pirkl, (05. 06. 2008]